Mittwoch, 19. November 2014

[Rezension] The Legion - Der Kreis der fünf




Autor: Kami Gracia
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 336
Altersempfehlung: ab 12
Meine Wertung: 3,5 Sterne
Will ich kaufen!


Als Kennedy Waters ihre Mutter tot auffindet, bricht ihre Welt zusammen. Noch ahnt sie nicht, dass dunkle Mächte am Werk sind. Bis die attraktiven Zwillinge Jared und Lukas Lockhart in ihrer Tür stehen und sie gerade noch retten – vor einem wütenden Rachegeist, der Kennedy töten wollte. Die beiden Brüder erzählen ihr von »The Legion«, einer jahrhundertealten Geheimgesellschaft, deren Aufgabe ist, die Welt vor einem mächtigen Dämon zu schützen. Alle fünf Mitglieder der Legion starben in einer einzigen Nacht. Und Kennedys Mutter war eine von ihnen. Jetzt ist es an Kennedy, ihren Platz einzunehmen. An der Seite der neuen Mitglieder der Legion, Alara, Priest und den Zwillingen, begibt sich Kennedy auf die Suche nach der einen Waffe, die den Dämon aufzuhalten vermag … im ständigen Kampf gegen tödliche Rachegeister."

Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich nicht wirklich sagen was ich von "The Legion" halten soll. Es ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Die Idee des Buches an sich ist eigentlich sehr interessant, wurde dann aber leider nicht wirklich gut umgesetzt. Mag sein, dass es nur mir so geht, zumal ich schon einmal ein Buch von Kami Garcia (und Margeret Stohl) gelesen und es mich damals auch nicht so richtig vom Hocker gehauen hat. Mhm, naja, es könnte aber auch daran liegen, dass das letzte Buch das ich beendet habe "Die Auserwählten in der Brandwüste" war und jedes Buch neben diesem ein wenig schlechter dasteht als es eigentlich sollte.
Das Buch war gut, wirkte auf mich aber irgendwie weit hergeholt. Schon als ich die Inhaltsangabe gelesen habe, dachte ich mir: "Das klingt schon ein wenig wie City of Bones." Vielleicht lag es daran, dass ich beim Lesen anfing es mit Cassandra Clares Bücher zu vergleichen, aber mein Verdacht bestätigte sich dann doch. Zwar geht es in The Legion hauptsächlich um Rachegeister, jedoch weist es trotzdem Parallelen zu City of Bones im Bezug auf die Charaktere, der Dreiecksbeziehung und dieser "Fantasywelt" auf.
 Der Schreibstil war flüssig, wirkte auf der anderen Seite stellenweise aber ein wenig "umprofessionell". Die Geister in diesem Buch waren sehr überzeugend und schaurig dargestellt und verbreiten durchaus Gänsehaut. Mir gefielen ebenfalls die verschieden Stationen die die Charaktere besuchten um alle Puzzleteile für den Wandler zu finden und dabei durch verschieden Vororte reisten, da jedes Puzzleteil einen neuen Aufenthaltsort und noch eine kleine Gruselgeschichte offenbart. Auch die Illustrationen gaben dem Leser einen besseren Einblick in die Welt der Charaktere. Trotzdem war ich der Meinung, dass diese Welt voller Dämon und Geister immer noch nicht gut genug ausgebaut wurde.

Obwohl die Protagonistin, Kennedy, den typischen Charakter aus einem Jugendbuch darstellt, war sie mir anfangs sehr sympathisch. Das änderte sich jedoch im Laufe des Buches schnell. Kennedy benahm sich ab einem bestimmten Punkt wie eine - ich kann es nicht anders ausdrücken - Dramaqueen. Sie wurde immer nerviger, handelte oftmals dumm und brachte damit alle unnötigerweise in Gefahr. Natürlich hat sie ihre Mutter verloren,  jedoch starben die Familienmitglieder der anderen ebenfalls. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich benahm, als würde sich die Welt nur um sie alleine drehen. Sie brauchte immer wegen jeder Kleinigkeit eine Schulter zum ausheulen, während die anderen seit ihrer Kindheit viel schlimmeres durchlitten hatten und trotzdem stark blieben. 
Auch Lukas war mir ein sehr unsympathischer Charakter. Auch wenn ich seine Beweggründe verstehen konnte, verhielt er sich meiner Meinung nach wie ein Kind, dass bockig ist, weil es nicht kriegt, was es will. Ich empfand ihn die meiste Zeit über als nervig und kindisch. So, dass musste mal gesagt werden.
Seinen Zwillingsbruder, Jared, mochte ich jedoch, auch wenn mir die ganze Dreiecksbeziehung nicht wirklich gefiel, weil sie zu langweilig und oberflächlich beschrieben wurde.
Am meisten gefielen mir Alara und Priest. Beides von Grund auf unterschiedliche Persönlichkeiten und doch am sympathischsten. Während Priest, dass kleine Superhirn, sehr offen, nett und witzig ist, erscheint Alara eher verschlossen und ernst. Jedoch bröckelt die Fassade von Kapitel zu Kapitel und sie wird einem immer liebenswürdiger. 

The Legion ist ein interessantes und schauriges Buch über Geister, Dämonen, Liebe und Zusammengehörigkeit. Es ist ein kurzes und vom Schreibstil her sehr leichtes Buch, dass sich perfekt für zwischendurch eignet. Die Idee des Buches war gut, wirkte jedoch weit hergeholt und wurde nicht angemessen umgesetzt. Auch die Charaktere waren mit Ausnahme von Alara und Priest eher unangenehm. Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest und ihr schweift dann plötzlich während dem lesen ab und bekommt gar nicht mehr mit was ihr gerade lest, weil ihr mit den Gedanken woanders seit? Genauso ging es mir mit diesem Buch, da es stellenweise einfach uninteressant wurde. Trotzdem ist es eigentlich ein ganz gutes Buch, dass einem einen Schauer über den Rücken jagt, wenn man es mitten in der Nacht liest. Empfehlenswert für die, die etwas schauriges und leichtes zum lesen brauchen.





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